Bestandssanierung

 

Energetische Fachplanung (Bestandssanierung)

 

Im Zuge einer Altbausanierung werden sowohl die Wärmeerzeugung als auch der Wärmeverbrauch aufeinander abgestimmt optimiert

Eine Altbausanierung verbessert gezielt die energetischen Eigenschaften eines Gebäudes. Im Fokus einer Altbausanierung stehen insbesondere die Wärmeerzeugung und die Wärmedämmung. Beide sind bei einer Altbausanierung aufeinander abgestimmt und individuell an den Bedürfnissen des Gebäudes als auch seiner Nutzung zu planen. Grundsätzlich verfolgt eine Altbausanierung das Ziel, nach der Altbausanierung so wenig Wärmeenergie wie möglich zu verbrauchen. Je nach weiterer Zielsetzung werden dabei die größtmögliche Einsparung an CO2-Emissionen oder Wirtschaftlichkeit in Abhängigkeit des Investitionsumfangs und resultierender Heizkosteneinsparung fokussiert, was wiederum zu unterschiedlichen Ausprägungen der Altbausanierungen führen kann. Die Umsetzung einer Altbausanierung selbst kann dabei in einem Zuge als auch schrittweise erfolgen, wobei je nach gewähltem Vorgehen wieder unterschiedliche Detaillösungen für die Wärmeerzeugung als auch Wärmedämmung resultieren können.
 

Zielsetzungen und Zielkonflikte einer Altbausanierung

Grundsätzlich soll eine Altbausanierung dazu führen, darauffolgend so wenig Wärme wie möglich zu verbrauchen. Innerhalb einer Altbausanierung wird daher versucht, bautechnisch die Wärmeverluste zu reduzieren, als auch anlagentechnisch Wärme so effizient wie möglich zu erzeugen. In der Praxis richtet sich die Zielsetzung einer Altbausanierung dazu sowohl an der Reduktion der CO2-Emissionen als auch an der Wirtschaftlichkeit der gewählten Sanierungsmaßnahmen aus. Insbesondere bei der Wärmedämmung des Hauses können jedoch Zielkonflikte entstehen. So reduziert eine zunehmende Wärmedämmung des Hauses natürlich den Wärmeverbrauch als auch die CO2-Emissionen, jedoch steigen die hierfür aufzubringenden Investitionskosten überproportional zu der daraus resultierenden Heizkosteneinsparung. Daher wird in der Praxis einer Altbausanierung vielfach ein Kompromiss angestrebt, der sowohl eine möglichst gute Wärmedämmung der Gebäudehülle als auch eine möglichst hohe Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen innerhalb einer Altbausanierung berücksichtigt.
 

Wirtschaftlichkeit einer Altbausanierung

Eine Altbausanierung muss natürlich immer auch in einem wirtschaftlichen Rahmen für den Hausbesitzer bleiben. Grundsätzlich sollte daher jede Maßnahme einer Altbausanierung die jeweils aufgewendeten Kosten mindestens innerhalb der Lebens- bzw. Abschreibungsdauer wieder einbringen. Jede Maßnahme, die in einer solchen Gesamtkostenbetrachtung ein negatives Ergebnis erbringt, ist aus rein wirtschaftlichem Kalkül nicht zu empfehlen. Die so ermittelten Alternativen sollten dann in ihrer jeweiligen Ausprägung wie z. B. der Dicke der Dämmung oder dem U-Wert der Fenster anhand des jeweiligen Grenzertrags miteinander verglichen werden. Folgt man diesem Vorgehen, so ergibt sich ein Bündel an Handlungsalternativen. Ein ähnliches Vorgehen bietet auch eine Energieberatung, die dem Hausbesitzer im Ergebnis mehrere Handlungsalternativen aufzeigt.
 

Vorgehensweise bei einer Altbausanierung

Bild Heizkosten
Eine Altbausanierung sieht sowohl die Verbesserung der Wärmedämmung als auch die Umstellung der Wärmeerzeugung auf ein effizientes, häufig auch regenerativ betriebenes Heizungssystem als auch die weitestgehend verlustfreie Verteilung und eventuell Rückgewinnung der so erzeugten Wärme vor.
Die in Abhängigkeit der gebäude- als auch nutzerspezifisch zu wählenden Sanierungsoptionen können dabei sowohl in einem Zug als ein Bündel an Maßnahmen als auch einzelend, schrittweise umgesetzt werden.
Bei einem schrittweisen Vorgehen können sich jedoch unter Umständen insbesondere hinsichtlich der Finanzierungsmöglichkeiten eines Haushalts andere Maßnahmen als sinnvoll erweisen als bei einer Altbausanierung, die in einem Zug durchgeführt wird.
Dies liegt insbesondere daran, dass bei einem schrittweisen Vorgehen, zunächst die Maßnahmen mit der größten Energieeinsparung in Relation zum Investitionsaufwand gewählt werden können.
Dies versetzt den Haushalt dann in die Lage, danach mittelfristig weitere Maßnahmen aus den im ersten Zuge eingesparten Heizkosten zu finanzieren.
Unter diesem Aspekt kann es dann bei einer schrittweisen Altbausanierung sinnvoll werden, z. B. zunächst das Heizungssystem zu sanieren und nachfolgend kleinere Dämmungsmaßnahmen auszuführen.
 
Quelle: www.energie-experten.org

 

 

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